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Mototherapeutisches Reiten

Die therapeutische Wirkung des Reitens ist seit sehr langer Zeit bekannt. Schon im 16. Jahrhundert befassen sich Schriften mit Reiten als Heilmethode.

Mototherapeutisches Reiten ist eine pädagogisch-psychologische Interventionsform, in der - über das Medium Pferd - Kinder, Jugendliche und Erwachsene positive psychosoziale Verhaltensweisen (weiter)entwickeln und Defizite im motorischen und kognitiven Bereich abbauen können.

Mototherapeutisches Reiten beruht auf einem ganzheitlichen Ansatz. Alle Sinne werden angesprochen, der Mensch erlebt sich selbst im Umgang mit dem Pferd neu. Das Pferd an sich, als Lebewesen, seine natürlichen Verhaltensweisen (erfahrbar durch Bodenarbeit) und seine Pflege wie Putzen, Füttern usw. hat in der Therapie den gleichen Stellenwert wie das Reiten. Die Kommunikation mit dem Pferd fordert und fördert das eigene Kommunikationsverhalten, re-justiert die Eigenwahrnehmung im Spannungsfeld mit der Umwelt und bietet so Möglichkeiten, Defizite auszugleichen.

Wie das Heilpädagogische Voltigieren (HPV) oder auch das Heilpädagogische Reiten (HPR) zielt das Mototherapeutische Reiten auf positive Veränderungen in den Bereichen Motorik, Körpergefühl, körperlich-seelische Verfassung, Sozialverhalten, Kontaktfähigkeit und Selbstbewusstsein. Koordination, Gleichgewicht, Wahrnehmung und Reaktion werden geschult. Konzentration und Ausdauer werden gefördert.

Beim mototherapeutischen Reiten steht nicht die reiterliche Ausbildung, sondern die individuelle Förderung und Therapie im Vordergrund. Im Umgang mit dem Pferd wird der Mensch ganzheitlich angesprochen:

  • physisch,
  • psychisch,
  • emotional und
  • sozial.


 

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